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Best of Messiah -
ein Musikvermittlungsprojekt der Schulmusikabteilung

Über mangelnden Zuspruch konnten sich die Schulmusiker wahrlich nicht beklagen. Ihre Idee, Händels Messias einem reinen Schülerpublikum näherzubringen, lockte am 15. Januar 2008 Klassen der Jahrgangsstufen 6-8 in die Neubaukirche.

War wenige Tage zuvor noch der ganze Messias (in der Mozartfassung) im Rahmen eines ganz „normalen“ Konzerts erklungen, so hatte man sich für das rund einstündige Schülerkonzert nur die Leckerbissen herausgepickt: „Best of“ eben, was dem Konzert auch seinen Titel verlieh. Die Moderatoren Katja Tschirwitz und Sebastian Mader hatten zusammen mit einem kleinen Gremium des Examensjahrgangs Schulmusik ein Konzept ausgearbeitet, in dem man vom klassischen Konzertgeschehen mit seinen festgelegten Riten Abstand nahm und nach neuen, frischeren Arten der Musikvermittlung suchte. Nicht der belehrende Aspekt, sondern das unmittelbare Erleben von Musik sollten im Vordergrund stehen.

Und so fand sich Musik mit hohem künstlerischen Anspruch schließlich zu einer Einheit mit Sänger- und Instrumentalisteninterviews, zahlreichen Musikbeispielen, Informationen über den Inhalt des Werkes und Beteiligung der Schüler selbst am Konzert. Während des „Hallelujas“ klatschte das junge Publikum einen eigenen Rhythmus mit, in der Sopranarie „Du ließest ihn im Grabe nicht“ brachten Flöte und Fagott Bewegung auf die Bühne, indem sie sich bei ihren Solopassagen im Wechsel erhoben und so die Struktur der Musik optisch hervorhoben.

Pädagogische Erfolge verbuchte das Konzert auf verschiedenen Seiten: Zum Einen dirigierten Studenten der Schulmusik aus dem Examensjahrgang den Hochschulchor und das Hochschulorchester und konnten so im Hinblick auf die nahende Prüfung ihre Fähigkeiten ausbauen. Auch die Gesangssolisten (Franziska Büdke/Sopran, Franziska Rapke/Alt, Martin Platz /Tenor, Simon Tischler/Bass) befinden sich allesamt noch in ihrer künstlerischen Ausbildung und profitieren von den gemachten Erfahrungen. Und zum Anderen hoffen wir natürlich, junge Leute mit diesem und ähnlichen Projekten für eine Musik öffnen zu können, die ihnen zunächst noch fremd erscheint.


Katja Tschirwitz