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Workshoptage 2011

Vom 3. bis 5. Mai 2011 fanden bereits zum vierten Mal an der Hochschule für Musik Würzburg die Workshoptage Schulmusik statt. Die Planungsarbeit des Organisationsteams (Johannes Hornberger, Alexandra Schneider und Prof. Dr. Gerhard Sammer) startete bereits ein Jahr im Voraus, um den Studierenden ein vielfältiges, anregendes und insbesondere auf das Berufsfeld zielgerichtetes Programm anbieten zu können.

Erstmalig wurden die Workshoptage auf die Dauer von 3 Tagen ausgedehnt. Es gab wieder eine breite Palette an verschiedensten Angeboten.

Am ersten Tag konnten die Studierenden zwischen drei Workshops wählen: „Stimme, Sprache und Präsenz“ (Thomas Lackner), „Hast du mal was für die Sechste?“ (Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser) und „Hip-Hop Tanz“ (Markus Rostig). Für den Lehrerberuf ist die Stimme das wichtigste Instrument, das tagtäglich gefordert wird, daher widmete sich der Workshop von Thomas Lackner grundlegenden Stimm-Aspekten. Er gab den Studierenden nicht nur Körper-, Atem- und Stimmübungen an die Hand, sondern befasste sich auch mit der Performance im Klassenzimmer. Im Fokus des Workshops von Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser stand die praktische Umsetzung eines musizierpraktischen Unterrichtsvorschlags, die auch durch Arbeit mit und am Instrument verdeutlicht wurde. Auch die Tanzfans unter den Studierenden kamen bei den diesjährigen Workshoptagen nicht zu kurz. Diesmal lag der Schwerpunkt auf dem Hip-Hop Tanz. Markus Rostig teilte seinen Kurs in sechs aufeinander aufbauenden Stufen ein. So bestanden die Stufen 1-5 aus einer Kombination von Tanz- und Fitnesselementen, während die 6.Stufe sich mit dem didaktischen Vorgehen beim Unterrichten von Choreographien befasste.

Der zweite Tag war dieses Jahr anders organisiert, er integrierte nämlich das Forschungspodium, das die Jahre davor als eigene Veranstaltung stattfand. Hier stellten am Nachmittag Studierende, nach einem Vortrag von Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser über „JeKi“ (Jedem Kind ein Instrument), ihre wissenschaftlichen Arbeiten vor, die sie mit Hilfe von Professoren der Hochschule erstellt haben. Am Vormittag konnte man unter anderem noch die Workshops „Musizieren mit Blasinstrumenten in der Schule“ (Thomas Wieser)  und „Analyse von Texten im Kontext musikpädagogischer Abschlussarbeiten“ (Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser). Der Workshop von Thomas Wieser befasste sich mit Arbeitstechniken und Konzeptionen für den Einsatz von Blasinstrumenten in der Schule. Es gab quasi ein Rundum-Paket zum Thema Blasmusik mit den dazugehörigen Tipps für die Praxis. Der Workshop über die Analyse von Texten im Kontext musikpädagogischer Abschlussarbeiten von Prof. Dr. Andreas Lehmann-Wermser gab den Studierenden Grundinformationen, Hilfsmittel und Arbeitsmethoden zum wissenschaftlichen empirischen Arbeiten beim Verfassen von Abschlussarbeiten. 

Der dritte Tag startete mit dem Workshop „Popularmusik und Stimme“ von Uli Führe, der den Studierenden Wege zum flexiblen Umgang mit der Stimme in diversen Pop- und Jazzstilen zeigte. Daneben konnten die Studenten/innen auch den Workshop „Rap & HipHop“ besuchen. Friedrich Neumann gab den Teilnehmenden einen Rundumblick auf die Welt des Rap, ausgehend von der Entwicklungsgeschichte des HipHop. Der Brückenschlag zur Schule wurde durch die Betrachtung von Klassenarrangements und der dafür nötigen Didaktik und Methodik gegeben. Am Nachmittag bot Uli Führe seinen zweiten Workshop „Stimmimprovisation“ an, der von elementaren rhythmischen Übungen bis hin zu gebundenen Improvisationen reichte. Auch die Medieninteressierten kamen nicht zu kurz: Christoph Schardt gab eine „Einführung in die PRIMUS Notationssoftware“. Hier lernten die Teilnehmenden die Grundlagen des Notenschreibens am Computer und bekamen didaktische Möglichkeiten von PCs und aktiven Tafeln im Unterricht an die Hand.

Zwischen den Workshops gab es gemeinsame Kaffee- und Mittagspausen die bei Gebäck und Brötchen zum Austausch zwischen den Studierenden anregten und Raum zum Verschnaufen boten. Am Dienstagabend wurde zum „Après-Workshop“ mit kostenloser Pizza und Getränken eingeladen. Vielen Dank nochmal auf diesem Wege an die freiwilligen Helfer, die bei der Durchführung geholfen haben. Das Echo der diesjährigen Workshoptage war, so die anschließend durchgeführte Evaluation, durchwegs positiv und es wird eine Wiederauflage im nächsten Jahr gewünscht.