Titelgrafik
Titel der Seite
23. Februar 2015
Mit "Branenwelten" und "Wunderblock" in die Staaten

Komponist Robert HP Platz auf US-Tournee

Ein enger Terminkalender prägt den vom Öffnet externen Link in neuem FensterGothe-Institut unterstützten USA-Aufenthalt von Robert HP Platz, der an der Würzburger Musikhochule im Rahmen seiner Professur Komponist/innen ausbildet und das hochschuleigene Ensemble Neue Musik weiter entwickelt.
Im Februar standen bislang Aufführungen von "Branenwelten" auf dem Programm. Als Solistin wirkte Öffnet externen Link in neuem FensterCristina Valdés, eine in den USA nicht zuletzt als Interpretin zeitgenössischer Musik hoch angesehene, innovative Pianistin, die unter anderem an der University of Washington als "Artist in Residence" tätig ist und am Öffnet externen Link in neuem FensterCornish College in Seattle lehrt. 
Branen-Welten sind ein Begriff aus der Astrophysik. Sie sind als Modelle zu verstehen, "die das Universum als drei- oder höherdimensionale Membran darstellen, die in den 9-dimensionalen Raum der Stringtheporie eingebettet ist." (Öffnet externen Link in neuem FensterMax Planck Gesellschaft)
Bei Robert HP Platz´ gleichnamigem Werk handelt es sich denn auch schlüssigerweise um einen "Zyklus von zunächst voneinander unabhängigen Stücken, die auf die Möglichkeit der Simultanaufführung hin konzipiert wurden" (Robert HP Platz). "Branenwelten" stand am 16. Februar in Santa Barbara (Kalifornien) auf dem Programm, am 18. Februar an der Stanford University in Palo Alto (Kalifornien).

Am 28. Februar wird das Öffnet externen Link in neuem FensterSeattle Modern Orchestra unter der Leitung von Julia Tai Robert HP Platz´ Zyklus "Wunderblock" in der Kapelle des "Good Shepherd Center" (Wallingford bei Seattle im Bundesstaat Wahsington) spielen.
Das Orchester hat sich der Aufgabe verschrieben, dem Publikum Meisterwerke des 20. und 21. Jahrhunderts nahe zu bringen. Zudem entwickelt das SMO Rundfunk-Sendungen, Vorträge und andere Veranstaltungen, um das Verstehen neuer musikalischer Ausdrucksformen zu fördern.
Aus Robert HP Platz´ Zyklus "Wunderblock", dessen Stücke ("Kiefer", "next", "Sekundenstücke") einzeln oder simultan in jeder Kombination gespielt werden können, wird im Rahmen des Konzerts zunächst "next" erklingen. Im Anschluss werden "Kiefer", "next" und "Sekundenstücke" simultan gespielt werden.
Der Titel des Zyklus´, "Wunderblock", geht auf eine Notiz von Sigmund Freud zurück, der sich begeistert über die Eigenschaften dieses Instruments zeigte, das wir heute als "Zaubertafel" (vielleicht noch) kennen. Den Vater der Psychoanalyse beeindruckte vor allem die Analogie zum "seelischen Wahrnehmungsapparat" des Menschen. Auf den "Wunderblock" kann man unendlich viel schreiben, lassen sich die Aufzeichnungen doch jederzeit wieder "löschen". Dennoch bleibt von allem Niedergelegten auf der untersten Schicht des "Wunderblocks" -zumindest rudimentär- immer etwas erhalten.

http://alt.hfm-wuerzburg.de/home/news.html, 23.04.2017